Monsanto hat die De Ruiter Seeds Group BV gekauft

Monsanto ist in allen Köpfen, wenn es um genmanipulierte landwirtschaftliche Produkte geht. Jetzt hat die in St. Louis ansässige Firma die niederländische De Ruiter Seeds Group BV für 546 Millionen € gekauft.

Will Monsanto Europa jetzt mit derselben Strategie erobern wie Indien Jahre zuvor mit dem Kauf von Mahyco? Haben wir dann auch in ein paar Jahren eine Selbstmordwelle von überschuldeten Bauern aufgrund zu hoher Erwartungen in die Gentechnik zu befürchten?

De Ruiter ist führend in der Saatgutproduktion für neue Sorten bei den Fruchtgemüsen wie Tomaten, Gurken, Paprika. Junge Forscher, die mit ihren ehrgeizigen Plänen in Westeuropa nicht zurecht kommen, gehen nach St. Louis. Dort werden sie gut bezahlt. Ihre Gegenleistung: Forschen und Stillhalten. So bluten Westeuropas Hirnreserven aus. Von ursprünglich 550 europäischen Gemüsesorten sind durch Selektion und Anpassung nur noch 20 übrig geblieben.

Monsanto rechnet ab 2009 jedes Jahr und fünf Jahre lang mit einem acht- bis zehnprozentigen Zuwachs unter Glas und mit einer um 75 Prozent höheren Nachfragen nach Saatgut. Da Monsanto keine Dummköpfe beschäftigt, kann man abschätzen, wie sich der uGF-Markt ausweiten wird.

Die Vereinigung der Bestäubungsimker in Deutschland e. V. stellt sich dieser Herausforderung. Wir machen Imker für die Bestäubungsaufgaben fit, indem wir sie ausbilden. Anfragen: j.peter.ecke@t-online.de (eb)